Klare Sicht auf die Dinge
Die klare Sicht auf die Dinge zu behalten ist bei allem Trubel notwendiger denn je.
Die klare Sicht auf die Dinge zu behalten ist bei allem Trubel notwendiger denn je.
Die klare Sicht auf die Dinge zu behalten ist bei allem Trubel notwendiger denn je: Man „durchschaue“ die Dinge auf das Wesentliche und investiere Ressourcen nur in Aussichtsreiches, wohingegen man sich die innere Größe abringt, Aussichtsloses zu akzeptieren.
Möchten Sie, dass wir Ihnen dieses Objekt für einen geringen Aufpreis von 5 Euro lackieren? Dann geben Sie bei der Materialauswahl "Lackiert" an und notieren Sie im Notizfeld bei der Bestellung eine der folgenden Farben:
Begleittext von Dr. habil. Elisabeth Lukas (liegt dem Objekt bei):
Eine der Gefahren des Wohlstands ist es, dass er die Sicht auf die Dinge eher trübt. Man hält für wichtig, was Bagatelle ist, und für machbar, was Schicksal ist. Krisen, Verluste und Grenzerfahrungen hingegen sind trotz ihrer Schmerzlichkeit oft heilsame Korrektive solcher Fehleinschätzungen. Sie lehren uns Tapferkeit und lassen das Wesentliche aufleuchten, um das es im Leben wirklich geht.
Vom »Leiden« will niemand etwas hören. Dennoch bedarf es im beruflichen wie familiären Leben einer hohen Frustrationstoleranz, was bedeutet: einer gewissen »Leidensfähigkeit«, wenn man sich nicht ständig über irgendwelche Ärgernisse aufregen und an manch unerfreulichen Überraschungen verzweifeln will. Wer gelassen negative Sachverhalte zur Kenntnis nehmen kann, ohne sie zu verdrängen oder vor ihnen zu flüchten, der verfügt über die innere Kraft, tief durchzuatmen, klug zu überlegen und zielstrebig an ihre Veränderung zu schreiten. Noch eine Reifestufe höher steht derjenige, der sich einem unabänderlichen Unglück zu stellen weiß, indem
er tapfer sein Schicksal auf sich nimmt, ohne viel darüber zu klagen oder gar seine Wut an Anderen (Unschuldigen?) abzureagieren.
Das Leben belohnt die Leidensfähigen! Womit? Es ist interessant, dass es sie noch dazu gewinnen lässt, was sie bereits vor Eintritt des »Frustrationsfalles« in Ansätzen besessen haben, nämlich eine klare Sicht auf die Dinge. Unblockiert von sich überschlagenden emotionalen Wogen gelingt die Unterscheidung zwischen änderbaren und unabänderlichen Ge- gebenheiten um Grade besser. Das heißt, man investiert Ressourcen nur in Aussichtsreiches, wohingegen man sich die innere Größe abringt, Aussichtsloses zu akzeptieren. Aber noch in einem weiteren Sinne klärt sich die Sicht auf die Dinge, und dies ist geradezu ein Gnadengeschenk: man »durchschaut« die Dinge auf das Wesentliche.
Was ist wesentlich? Dem Menschen im Wohlstand und Glück trübt sich der Blick darauf oft. Sind
die Luxusvilla und der teure Wagen wesentlich? Sind die eigene Karriereleiter oder der Schulerfolg des Sohnes wesentlich? Oder verblasst all dies gegenüber den wahren Werten, als da sind eine treue Freundschaft, die Freude an der Natur, ein liebes Wort zur rechten Zeit, der innere Reichtum der Fantasie und vieles mehr. Menschen, die einen Kummer zu überwinden und ein Leid mit Bravour zu tragen wissen, sehen das Wesentliche mit Brillanz. Sie sind – privilegiert.